Trauma - Erforschung deiner Biografie
Die Wurzeln deiner Prägungen erkennen und bewusst transformieren
Die Weiterbildung findet in 5 Modulen à 2 Tagen statt.
Nächster Start: September 2026.
Einleitung
Eine stabile Ich Struktur entwickeln und ein zufriedenes Lebensgefühl gewinnen.
In der Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie stossen wir häufig auf frühe, oft unerkannte traumatische Wunden, die innerhalb des familiären Bindungssystems entstanden sind und sich nicht selten durch das gesamte Leben ziehen. Daraus entwickeln sich unterschiedliche Bindungsstile, die in Liebesbeziehungen aber auch in freundschaftlichen und beruflichen Beziehungen eine entscheidende Rolle spielen.
Vor allem in Beratungssituationen und im Begleitprozess werden unbewusste und selbstschädigende Lebensmuster sichtbar. Um ratsuchende Menschen sachkundig und einfühlsam begleiten zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Formen von Traumatisierungen zu erkennen, um sie angemessen begleiten zu können. Die Seminar Module sind geeignet zur Vertiefung eigener Entwicklungsprozesse, sowie für alle, die bereits
in Beratungsfeldern tätig sind und Menschen mit traumatischen Erfahrungen sachkundig und einfühlsam begleiten wollen.
Kursinhalt
• Unterscheidungen verschiedener Traumata
• Von der Theorie zur praktischen Anwendung
• Entwicklung und Stärkung der gesunden Ich-Identität
• Analyse dysfunktionaler Überlebens-Ich-Strukturen
• Integration abgespaltener Gefühle
• Selbstreflektion und Selbsterkenntnis eigener Denk- und Handlungsmuster
• Realität, Wahrheit und Klarheit angemessen zum Ausdruck bringen
• Gesunde stabile Bindungen eingehen und ungesunde instabile aufgeben.
Schwerpunkte
Modul 1 (2 Tage)
Trauma verstehen und heilsam bearbeiten – Grundlagen, Formen und Wege der Integration.
Dieses Modul vermittelt ein fundiertes Verständnis davon, was ein Trauma ist, wie es entsteht und welche Folgen es für unsere Psyche, unseren Körper und unsere Beziehungen haben kann. Es erläutert die unterschiedlichen Formen von Traumata, typische Reaktionsmuster und die Dynamik von Bindungs- und Lebensthemen, die aus frühen Verletzungen entstehen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie traumatische Erfahrungen erkannt, bearbeitet und in eine gesunde Ich-Struktur integriert werden können – mit dem Ziel, wieder in Kontakt mit dem eigenen Selbst zu kommen und tragfähige, erfüllende Beziehungen zu gestalten.
Inhalt
- Einführung in die Theorie der Trauma Bearbeitung nach Prof. Franz Ruppert
- Selbstschädigende Muster/ Überlebensstrategien/Lebensfallen aufzeigen
- Einführung in die Praktische Anwendung der Identitätsorientierten
Psychotrauma Therapie durch die Methode der körperorientierten Resonanzarbeit
Modul 2 (2 Tage)
Liebe, Bindung und Trauma – Wie frühe Beziehungen unser Leben prägen und heilen können.
Dieses Modul beleuchtet Liebe und Bindung als grundlegende Naturprinzipien des menschlichen Lebens. Es zeigt, wie sichere und nährende Beziehungen entstehen – und wie frühe Verletzungen in diesen Bindungen zu tiefgreifenden seelischen Wunden führen können. Anhand von Beispielen aus Mutter- und Vaterbindung wird deutlich, wie sich traumatische Erfahrungen in unserem Liebes- und Bindungsverhalten fortsetzen und welche Überlebensmuster daraus entstehen. Darüber hinaus werden Wege aufgezeigt, um reale Liebe von Liebesillusionen zu unterscheiden, ungesunde Bindungsmuster zu erkennen und in vier Schritten einen heilsamen Prozess einzuleiten, der zu mehr innerer Freiheit und erfüllten Beziehungen führt.
Inhalt
- Liebe und Bindung als Naturprinzip (Theorie)
- Die Wunde der ungestillten Liebe
- Die Wunde krankmachender Liebesbeziehungen und Sexualität (Praxis Resonanzarbeit)
Modul 3 (2 Tage)
Symbiose, Verstrickung und gesunde Autonomie – Wege aus toxischer Abhängigkeit
Dieses Modul untersucht, wie sich menschliche Psyche und Bindungsfähigkeit entwickeln – und welche entscheidende Rolle sichere, nährende Beziehungen in den frühen Lebensjahren spielen. Es wird deutlich, wie traumatische Erfahrungen im Bindungssystem, insbesondere das Symbiosetrauma, zu Abhängigkeitsmustern und emotionalen Verstrickungen führen können, die sich bis ins Erwachsenenalter fortsetzen. Anhand typischer Merkmale traumatisierter und überlebensgesteuerter Anteile werden die Dynamiken ungesunder Bindungen erkennbar gemacht. Zudem werden erste Schritte
aufgezeigt, wie sich diese Muster bewusst lösen lassen, um zu mehr innerer Freiheit, klarer Identität und gesunder Autonomie zu gelangen.
Inhalt
- Gesunde Symbiose und toxische Abhängigkeit (Theorie)
- Die Wunde der Ohnmacht und Gefühls – Verstrickungen (Praxis Resonanzarbeit)
Modul 4 (2 Tage)
Trennung und Abschied – Frühe Verluste verstehen und heilen
Dieses Modul widmet sich den tiefgreifenden seelischen Spuren, die frühe Verluste, Trennungen und Abschiede hinterlassen können. Es zeigt, wie prägende Bindungserfahrungen – von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die ersten Lebensjahre – unser späteres Beziehungs- und Trennungsverhalten formen. Anhand konkreter Beispiele werden die Merkmale gesunder und ungesunder Bindungsformen beleuchtet,
typische Folgen früher Verlusttraumata beschrieben und Zusammenhänge zwischen seelischen Verletzungen und körperlichen Symptomen aufgezeigt. Das Ziel ist es, Wege zu erkennen, wie sich alte Muster lösen lassen, um zu einer gesunden Autonomie und tragfähigen, erfüllenden Beziehungen zu finden – und Abschied als bewussten, heilsamen Prozess zu gestalten.
Inhalt
- Frühe Verlusterfahrungen bewältigen (Theorie)
- Die Wunden unverarbeiteter Trennungen und Abschiede in einen gesunden Trauerprozess bringen (Praxis Resonanzarbeit)
Modul 5 (2 Tage)
Generationsübergreifende Traumata – Gewalt, Missbrauch und ihre Folgen verstehen.
Dieses Modul zeigt auf, wie Gewalt, Missbrauch und Kriegserfahrungen über Generationen hinweg weiterwirken und sich in den psychischen Strukturen nachfolgender Generationen niederschlagen. Es beschreibt die Dynamik von Opfer- und Täterhaltungen, die aus unverarbeiteten Traumata entstehen, und zeigt, wie diese in Familien- und Gesellschaftssystemen weitergegeben werden. Anhand der Konzepte der Psychotraumatologie werden die Mechanismen der Opfer–Täter-Spaltung erklärt, typische Irrwege im Umgang mit traumatischen Erfahrungen aufgezeigt und konkrete Auswege für Heilung und Versöhnung mit sich selbst vorgestellt. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die unsichtbaren Fäden zu entwickeln, die frühere Gewalterfahrungen mit unserem heutigen Erleben verbinden – und Wege zu finden, um diese Muster zu durchbrechen und gesunde Beziehungen zu gestalten.
Inhalt
- Generationsübergreifende Traumata und deren Auswirkungen auf nachfolgende Generationen (Theorie)
- Die Wunden von Gewalt und Missbrauch (Praxis Resonanzarbeit)
Für wen ist der Kurs?
Der Kurs richtet sich an alle Interessierten, Komplementärtherapeuten und Ärzte aller Fachrichtungen, sowie Fachkräfte aus Psychologie, Pädagogik, Heilpraxis und Pflege, die mit Menschen arbeiten, die unter den Folgen chronischer Symptome sowie psychischer und körperlicher Traumatisierungen leiden. Neben fundiertem fachlichem Wissen bietet der Kurs einen hohen Anteil an Selbsterfahrung, um das Erlernte tiefgehend zu verankern und persönlich erfahrbar zu machen.
Kursdaten
Modul 1: Mi-Do, 9.-10.9.26
Modul 2: Fr-Sa, 16.-17.10.26
Modul 3: Do-Fr, 12.-13.11.26
Modul 4: Do-Fr, 10.-11.12.26
Modul 5: Fr-Sa, 12.-13.2.27
Kursstunden
5 Module à je 2 Tagen: 7 Stunden pro Tag, total 70 Stunden.
Jedes Modul kann einzeln oder als Gesamtblock gebucht werden.
Alle 5 Module zusammen sind als Gesamtblock zu einem vergünstigten Preis buchbar, vgl. weiter unten.
Gebühr
Einzelnes Modul: CHF 610.– für 2 Tage (inkl. Kursunterlagen, Kaffee/Tee/Mineralwasser, kleine Snacks, Früchte).
Vergünstigter Gesamtbetrag für alle 5 Module: CHF 2950.–
Weitere Informationen
Leitung:
Brigitte Hieronimus (brigitte-hieronimus.de) und Sacha Di Camillo (ikemotion.ch, neu: sachadicamillo.com).
Beide Dozentinnen sind während dem ganzen Ausbildungsgang zusammen vor Ort und stehen jeweils für Fragen zur Verfügung.
Der Kurstag beginnt jeweils um 9.30 Uhr und endet um 17.30 Uhr.
Kurszeiten:
9.30 – 13.00 Uhr & 14.00 – 17.30 Uhr.
Alle meine Weiterbildungen und Seminare entsprechen den Richtlinien des EMR und können gemäss der geltenden Fort- und Weiterbildungsordnung angerechnet werden.